Die Wildspitze (3.774 m):
Tirols höchsten Berg besteigen

Die Wildspitze ist mit 3.774 m Tirols höchster Berg – und nach dem Großglockner sogar der zweithöchste Berg Österreichs. Viele Alpinisten hegen den Traum, einmal auf dem Gipfel dieses majestätischen Bergs zu stehen. Eine Wildspitz-Tour verlangt jedoch auch versierten Bergsteigern einiges ab und will daher gut vorbereitet sein.

Ein Berg mit zwei Gipfeln

Die Wildspitze erhebt sich nordöstlich des Alpenhauptkamms aus den Ötztaler Alpen. Im Süden und Osten grenzt sie ans Venter Tal (ein Seitental des Ötztals), die Nord- und Westflanke bilden den Talabschluss des Pitztals. Von oben ist die gewaltige Aussicht in alle Richtungen praktisch nur durch die Erdkrümmung begrenzt.

Das erhabene Bergmassiv hat eigentlich zwei Gipfel, den niedrigeren, firnbedeckten Nordgipfel (3.757 m) und den höheren, felsigen Südgipfel (3.774 m). Diese Rangordnung war in den 1990ern noch vertauscht, doch der Nordgipfel schmilzt langsam ab.

Erstbesteigung der Wildspitze

Bereits 1848 wurde die Wildspitze das erste Mal bestiegen, ein Gipfelkreuz bekam sie allerdings erst 1933. Dieses wurde von Ötztaler Bergführern in Teilen hinaufgetragen und oben zusammengesetzt. 2010 wurde es ausgetauscht – diesmal auf moderne Art mit dem Hubschrauber.

Das alte Kreuz kann immer noch besucht werden, bei einem Spaziergang vom Dorf Vent zu den Rofenhöfen. Der Platz wurde gut gewählt, denn hier blickt das Kreuz genau auf seinen alten Standort. Die Rofenhöfe waren zudem einst die Heimat des Erstbesteigers, Leander Klotz.

Besteigung der Wildspitze & Touren-Tipps im Sommer

Auch wenn die Wildspitze ihrem Namen alle Ehre macht, ist der Aufstieg für routinierte Bergsteiger gut meisterbar. Lass Dich jedoch beim Bergsteigen rund um die Wildspitze immer von einem erfahrenen Bergführer begleiten! Die Bergführervereinigung Pitztal bietet verschiedene Routen und verleiht Ausrüstung für die Hochtour.

Bergführer im Pitztal

Tagestour Pitztal - Wildspitze

Dauer: ca. 6 – 8 Stunden
Schwierigkeit: schwer
Höhenunterschied: ca 1200 m

Die Wildspitze ist dank Gletscherexpress vom Pitztal aus an einem Tag erklimmbar. Die Frühfahrt im Sommer gewährt genügend Zeit für den Gipfelsieg. Die ersten 1000 Höhenmeter (auf 2.840 m) überwindet Deine Gruppe mit der „Gletscher-U-Bahn“, anschließend geht es zu Fuß weiter über den Mittelbergferner zum Mittelbergjoch.

Von hier steigt die Gruppe zum Taschachferner ab, danach als Seilschaft ca. 750 m hinauf zum Südgrat der Wildspitze. Den krönenden Abschluss bildet eine einfache Kletterpassage über die letzten 100 Höhenmeter. Dieselbe Strecke führt wieder zurück.

Zweitagestour Pitztal mit Hüttenübernachtung

Schwierigkeit: schwer
Dauer: ca. 8-10 Stunden (von den Hütten aus)
Höhenunterschied: ca. 1.120 m/1.340 m

Wer den Aufstieg mit einem gemütlichen Hüttenabend kombinieren will, übernachtet im Taschachhaus (2.434 m) oder in der Braunschweiger Hütte (2.759 m).
Als Start für die Braunschweiger Hütte bietet sich die Bergstation des Gletscherexpress an. Zum Taschachhaus gelangst Du von Mandarfen bzw. Mittelberg aus oder über den Fuldaer Höhenweg bei der Bergstation der Rifflseebahn.

Zweitagestour: Vent - Breslauer Hütte - wildspitze

Dauer: ca. 12-14 Stunden (insgesamt)
Schwierigkeit: schwer
Höhenunterschied: ca. 1.900 m

Der Weg von Vent im Ötztal (1.900 m) auf die Wildspitze beginnt mit einer komfortablen Bergwanderung zur Breslauer Hütte (2.844 m). Erst am zweiten Tag wird es anspruchsvoll: Nun führt die Strecke über den steilen Mitterkarferner nach oben. Darauf folgt der Klettersteig zum Mitterkarjoch mit teils schwierigen (C-)Passagen.
Schließlich überquerst Du einige Gletscherspalten am Taschachferner und steigst über den Südwestgrat zum Gipfel auf. Der Rückweg erfolgt auf dieselbe Weise.

Eistour an der Nordwand

Dauer: ca. 9 h
Schwierigkeit: schwer
Höhenunterschied: ca. 1.200 m

Statt des Normalanstiegs können konditionsstarke, geübte Bergsteiger auch eine Eistour auf die Wildspitze wagen. Ähnlich der Tagestour startest Du bei der Bergstation Gletscherexpress (2.840 m). Nach dem Abstieg zum Taschachferner geht es am Seil Richtung Süden bis zum Fuße der Nordwand.
Über eine 50-60° steile Schnee- und Eisflanke steigst Du dann zum Nordgipfel der Wildspitze hinauf, von dort über den Verbindungsgrat zum Südgipfel. Der Abstieg verläuft entweder über den Normalweg (Vent) oder zurück zum Gletscherexpress.

Wildspitz-Rundwanderung

Dauer: ca. 5 Tage / 6-8 Stunden täglich
Schwierigkeit: mittel (je nach Route)
Höhenunterschied: bis zu 1.000 m täglich

Wie wäre es mit einer Rundwanderung um die Wildspitze inmitten der spektakulären Bergkulisse, inklusive Übernachtung in den urigen Alpenvereinshütten?
Die Pitztaler Bergführer bieten etwa eine Wildspitz-Wanderung von Mandarfen zum Taschachhaus, dann über die Rauhekopfhütte zum Brandenburger Haus und schließlich zur Breslauer Hütte. Von dort aus wird die Wildspitze bestiegen, bevor die Gruppe zum Pitztaler Gletscher zurückkehrt.

Im Winter: Skitour auf die Wildspitze

Die Wildspitze steht nicht nur fürs Bergsteigen im Sommer auf der Wunschliste vieler Alpinisten. Auch im Winter ist der Aufstieg auf diesen majestätischen Gipfel unter den Skitouren im Pitztal besonders beliebt.

Skihochtour zur Wildspitze

Dauer: ca. 5-7 Stunden
Schwierigkeit: schwer
Höhenunterschied: ca. 750 m (Aufstieg)

Die Skitour beginnt bei der Bergstation der Mittelbergbahn (3.273 m) am Pitztaler Gletscher. Von hier aus fährst Du über das Mittelbergjoch zum Taschachferner ab. Vorbei an spannenden Eisformationen verläuft die Tour zum Skidepot auf ca. 3.680 m. Von dort sind es noch 100 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz, die Du am Seil mit Steigeisen zurücklegst.
Nach dem Abstieg zum Skidepot folgt eine fast 2.000 m lange Abfahrt über den Taschachferner bis zur Talstation des Gletscherexpress in Mittelberg.

Skitour Jubiläumsgrat (Nordostgrat)

Dauer: ca. 6-8 Stunden
Schwierigkeit: schwer
Höhenunterschied: ca. 750 m (Aufstieg)

Die Jubiläumsgrat-Tour startet wie der Normalweg bis zum Anfellplatz am Taschachferner. Diesmal erfolgt der Aufstieg aber über den nordexponierten Gletscher zum Jubiläumsgrat. Den schönen Firngrat entlang steigst Du bei gewaltiger Aussicht erst zum Nordgipfel und dann zum Hauptgipfel auf.
Zurück geht es wie bei der normalen Hochtour über den Südwestgrat und die 2.000-m-Abfahrt ins Tal.

Die Wildspitze vom Café 3440 aus bewundern

Du möchtest die Wildspitze lieber aus der Ferne bewundern? Dann lohnt sich eine Auffahrt mit dem Gletscherexpress und der Wildspitzbahn. Letztere trägt ihren Namen völlig zurecht: Bei der Ankunft in der Bergstation erhebt sich die Wildspitze in aller Pracht vor Dir. Im Café 3440 kannst Du in ihrer Gesellschaft Kaffee und Kuchen genießen.

Ein erster Eindruck gefällig? Den liefert Dir die Webcam des Pitztaler Gletschers bereits von zuhause aus.

Unterkünfte für Deine Wildspitz-Tour

Liegt eine weite Anreise hinter Dir, stehen im Pitztal viele einladende Unterkünfte zur Auswahl. Familiengeführte Betriebe mit typischem Tiroler Ambiente und Fokus auf nachhaltige Bewirtschaftung freuen sich auf Deinen Besuch!

So gelangst Du zu Deiner Wildspitz-Wanderung im Pitztal

Zielbahnhof: Bahnhof Imst-Pitztal

So kommt man vom Bahnhof Imst-Pitztal ins Pitztal

  • mit dem öffentlichen Bus
  • mit dem Taxi (Fahrt dauert ca. 25 Minuten)
  • Shuttleservice vom Hotel – je nach Vereinbarung mit jeweiligem Unterkunftsgeber

Online Zugticket & Fahrpläne

Gut informiert am Pitztaler Gletscher & Rifflsee wandern und den Sommer genießen

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